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Das Ende von Kanye West?


Das Bild zeigt den Rapper Kanye West. Er trägt einen schwarzen Hoodie und eine schwarze Jacke und lächelt mit geöffnetem Mund.

Ye ist dafür bekannt eine schwierige Person zu sein und mit entsprechend vielen Leuten anzuecken. Zuletzt kündigten große Modehäuser, wie Adidas und GAP, die Zusammenarbeit mit dem Exzentriker auf. Nun scheint der Rapper und Modemogul im Begriff zu sein, den letzten Bezug zur Realität zu verlieren.


„White Lives Matter“

Der aktuelle Shitstorm, den Ye gerade erlebt, nahm seinen Anfang mit den „White Lives Matter“-Shirts, die Kanye vor rund 2 Wochen auf der Fashionweek in Paris präsentierte. Bereits hier fragten sich einige, ob der Rapper noch alle Latten am Zaun habe. Ye erklärte daraufhin, der Schriftzug sei als Reaktion auf den Veruntreuungsskandal der Black Lives Matter-Bewegung zu verstehen, die West als „Scam“ (Betrug) bezeichnete. Als ihm dies gehörig um die Ohren flog, schwenkte Ye zu der Erklärung um, dass der Schriftzug als Protest zu verstehen sei, da er sich dadurch herabgesetzt fühle, dass man eine extra Bewegung brauche, um Schwarzes Leben wertzuschätzen. Er wolle damit Weiße ihre eigene Medizin schmecken lassen. Diese Begründung wurde ihm jedoch ebenso wenig abgekauft, wie seine Erste. Daher versucht er seinen schlicht dummen Slogan nun dahin zu wenden, dass arme Weiße ja auch Aufmerksamkeit verdienten, da ihr Leben schließlich auch etwas Wert sei. Die Shirts, die niemand haben will, möchte West nun in Skid Row, einem für seine hohe Zahl an Drogenabhängigen bekannten Stadtteil von Los Angeles, verteilen lassen.


Relevanz durch Provokation

Jeder, der Kanye kennt, weiß dass er von Provokation lebt. Sein Selbstvermarktungskonzept hat sich dabei, seit dem Tragen der „Make America Great again“ Kappe und der fragwürdigen Freundschaft zu Trump, kaum verändert. Vielmehr scheint Ye heute einfach zu selbstverliebt, um anzuerkennen, dass er mit seinen Aktionen über das Ziel hinausschießt und wie ein Erwachsener Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.


Stattdessen beeft er aktuell gefühlt mit ganz Amerika und schreckt dabei nicht einmal davor zurück, antisemitische Ressentiments zu bedienen und von einer jüdischen Weltverschwörung zu schwafeln. Dies hat ihn nun eine Reihe seiner Millionen Follower schweren Social Media Accounts gekostet. Auch wenn Ye sich angesichts dessen unbeeindruckt zeigt, so ist dies doch ein schwerer Schlag für ihn, da er nun keinen direkten Draht zu seinen Fans mehr hat und damit auch weniger Einfluss auf diese. Er belegt zwar aktuell immer noch die Schlagzeilen sämtlicher internationaler Rapportale, doch geschieht dies nun abseits seines Einflusses und mit jedem Artikel werden die Ye-Jünger weniger.


Das Ende von Ye?

Den Vogel abgeschossen hat Ye jetzt allerdings mit seiner Behauptung bei „Drink Champs“, dass George Floyd nicht durch das Knie eines Beamten auf seinem Hals zu Tode gekommen wäre, sondern durch eine Überdosis Fentanyl. Die Tochter von George Floyd nahm diese Behauptung nun zum Anlass um eine Klage über 250 Mio. gegen Kanye West auf den Weg zu bringen. Angesichts seiner steilen Thesen und eskalierenden Beefs, ziehen selbst nun engste Vertraute und Freunde von Ye die Reißleine, um zu verhindern, dass auch ihre guten Namen im Zuge dieses Wahnsinns in Mitleidenschaft gezogen werden. Der ehemals als Genie gefeierte Rapper ist daher aktuell isolierter als je zuvor. Anstatt einzulenken und sich für seine Verfehlungen zu entschuldigen, bricht Kanye mit immer Leuten einen Streit von Zaun. Wahrscheinlich weil ihm sein übergroßes Ego nicht erlaubt, anders zu agieren. Das Zeitfenster, indem Kanye noch Gehör für seine Belange finden könnte, wird indessen immer kleiner. Den Negativschlagzeilen, die bereits über Wochen die Titelseiten sämtlicher Rap und Lifestyle Magazine bestimmen, ist er nun wehrlos ausgesetzt und muss sie aushalten, ohne wie bisher über seine Sozialen Medien gegensteuern zu können.


Corona- und Ukrainekrise haben gezeigt, dass Menschen nach mehreren Wochen, in denen ein Thema die Schlagzeilen bestimmt, das Interesse an diesem verlieren und sei dieses noch so groß und relevant für uns alle. Daher ist zu erwarten, dass sich, nach den vergangenen Wochen der gebetsmühlenartigen Berichterstattung über Ye, ein ähnlicher Effekt einstellen wird. Ye sollte die Zeit, in der das Interesse an seiner Person noch nicht gänzlich erloschen ist, daher besser nutzen, um mit der Öffentlichkeit ins Reine zu kommen. Ansonsten besteht die reelle Gefahr, dass alles was er sich in den vergangen Jahren aufgebaut hat, vom Irrsinn überschattet wird, den Ye eigentlich nur praktiziert, um weiter relevant zu bleiben. Ob er sich der Tragik und Ironie seines Handelns bewusst ist? Vermutlich nicht, da er offensichtlich bereits vor Jahren jede Person aus seinem näheren Umfeld verbannt hat, die ihn jetzt zur Vernunft hätte mahnen können. Armer Irrer..


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