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Lasche Sicherheit kostete Drakeo the Ruler das Leben

Aktualisiert: 31. Jan. 2022


Das Bild hat einen bläulichen Farbfilter und zeigt den Rapper Drakeo the Ruler. Er sitzt auf einem Stuhl und trägt ein schwarz weißes Kopftuch, schwarz weißes Oberteil und eine graue Jogginghose. Im Hintergrund sind ein paar andere Personen zu sehen.

Der Tod des aufkommenden Rapper ging Ende des Jahres 2021 durch die internationalen Medien. Nun werden immer mehr Details dazu bekannt, wie der Raubmord an dem Künstler auf einem Konzert passieren konnte. Die Familie von Drakeo weist Konzertveranstaltern eine Mitschuld am Tod des Rappers zu. So sei in erster Linie eine schlecht aufgestellte Sicherheit dafür verantwortlich, dass Unbekannte mit Waffen in den Backstagebereich gelangen konnten und die Tragödie ihren Lauf nahm.


Was auf dem Konzert passierte

Mangelnde Sicherheitskontrollen ermöglichten es einer großen Gruppe von Unbekannten, Drakeo the Ruler auf einem Musikfestival in Los Angeles zu überfallen. Hinter der Bühne kesselte die Gruppe den Rapper ein und die Situation eskalierte schnell, als Drakeo versuchte sich gegen die Angreifer zu wehren. Im Rahmen dessen erlitt er mehrere Messerstiche, denen er kurz danach im Krankenhaus erlag, wie die Familie gestern über ihren Anwalt erklären ließ.

Drakeo, 28, ein gefeierter Westcoast-Rapper, der mit bürgerlichem Namen Darrell Caldwell hieß, verstarb am 18. Dezember, als er hinter der Bühne darauf wartete, beim Once Upon A Time in LA Festival im Exposition Park, bei dem auch Snoop Dogg, 50 Cent und Al Green auftraten, zu performen.


Familie klagt gegen Veranstalter


„Wie sind diese Leute durch die Sicherheit gekommen? Wie haben diese Leute hinter der Bühne Zugang zu einem Künstler erhalten?“ fragte Tianna Purdue, die Mutter von Caldwells 5-jährigem Sohn, auf der Pressekonferenz und kündigte an, eine Klage gegen die Veranstalter vorzubereiten.


Das auf der Pressekonferenz präsentierte Video, dass die Ermittler aktuell noch auswerten, zeigte die Momente kurz vor dem Mord, den die Anwälte der Familie als „gezieltes Attentat“ bezeichneten. Auf den Bildern ist eine große Gruppe von Männern in Rot zu sehen, die in den eingezäunten Backstage-Bereich eindringen und Caldwell und seine Begleiter angriffen. Weder Sicherheitspersonal noch Polizisten sind auf dem Mitschnitt zu sehen. Caldwell, starb infolge des Angriffs an Einstich- und Schnittwunden am Hals.


"Herr Caldwell wurde von 40 bis 60 Personen gelyncht“, sagte Anwalt James Bryant. „Das wäre niemals passiert, wenn diese Promoter über das richtige Sicherheitskonzept verfügt hätten. Die Welt hat einen erstaunlichen Künstler verloren, einen wunderbaren Menschen und Vater.“ Die Anwälte erklärten, dass sie am Montag eine Klage wegen widerrechtlicher Tötung und Fahrlässigkeit gegen die Organisatoren des Festivals einreichen werden, zu denen Live Nation und Bobby Dee Presents gehören.


Live Nation veranstaltete auch Astroworld-Musikfestival

Die Veranstalter gingen nicht direkt auf die Anschuldigungen ein, gaben aber eine Erklärung ab: „Once Upon a Time in LA schließt sich Drakeos Familie, Freunden und Fans an, um seinen Verlust zu betrauern. Das Festival unterstützt weiterhin die lokalen Behörden bei ihren Ermittlungen, während sie den Fakten nachgehen.“ Die Polizei untersucht den Mord an Caldwell bereits seit fünf Wochen. Bisher seien keine Verhaftungen in diesem Fall erfolgt oder Verdächtige zur Fahndung ausgeschrieben worden. Die Aufklärung des Mordes werde damit immer unwahrscheinlicher.


Live Nation war auch ein Veranstalter des Astroworld-Musikfestivals im November in Houston, bei dem 10 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden, als eine große Menschenmenge während eines Auftritts des Rappers Travis Scott strömte.


Rapper und Fans trauern um das Talent

Musikjournalisten und Fans waren begeistert von Caldwells einzigartigem Sound, der Gangsta-Rap, mit dem er in Los Angeles aufgewachsen war, mit einer ironischen und düster-komischen Sensibilität verband. Der Schriftsteller Jeff Weiss, der Drakeo the Ruler ausführlich behandelte, sich mit ihm anfreundete und Zeuge seiner Ermordung wurde, nannte ihn „den originellsten Styler der Westküste seit einem Vierteljahrhundert“. Sogar Dogfather Snoop Dogg himself, drückte nach dem Mord Caldwells Familie in den sozialen Medien sein Beileid aus und erklärte ein großer Fan seiner Arbeit gewesen zu sein.

Caldwell begann 2015 mit der Veröffentlichung von Mixtapes und veröffentlichte letztes Jahr sein erstes Album „The Truth Hurts“.


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